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Thermische Abfallbehandlung

Thermische Abfallbehandlung

Die thermische Abfallbehandlung ist ein hochentwickeltes Verfahren der Müllverbrennung:

  1. Das Abfallvolumen wird um ca. 90 % reduziert.
  2. Die bei der Verbrennung entstehende Wärme kann äußerst effektiv in nutzbare Energie umgewandelt werden. Dadurch ist der Asdonkshof nicht nur Entsorgungsdienstleister, sondern auch wichtiger Lieferant für Strom und Fernwärme.

Thermische Abfallbehandlungsanlagen behandeln Abfälle, die nicht oder nicht mehr recycelt werden können, darunter Sortierreste aus Recyclinganlagen. Sie zerstören Schadstoffe, schleusen sie aus dem Stoffkreislauf aus, gewinnen aus dem Abfall Energie sowie Metalle aus der Schlacke zurück: rd. 5.720 t im Jahr 2025. Damit ergänzen sie das Recycling in der Kreislaufwirtschaft.

Hauptaufgaben & Kapazitäten der Abfallverbrennung im Asdonkshof

Bei der Planung und dem Bau der Müllverbrennungsanlage am Asdonkshof wurde ein Konzept zugrunde gelegt, das auf eine langfristige Nutzung der Anlage ausgelegt ist. Unsere thermische Abfallbehandlungsanlage hat eine jährliche Verbrennungsleistung von rund 260.000 Tonnen. Diese Kapazität wird voll ausgeschöpft – mit geringen Schwankungen bedingt durch Heizwert und Betriebsstunden.

Neben der reinen Entsorgung erfüllt unsere thermische Abfallbehandlung folgende Funktionen:

  • Umwandlung organischer Stoffe in anorganische Materie – und damit auch Hygienisierung der Abfälle, sodass keine Krankheitserreger mehr aktiv sind
  • Sichere Abscheidung von Schadstoffen
  • Erzeugung von Strom und Fernwärme mithilfe der bei der Verbrennung freigesetzten Energie

 

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1. Abfall-Anlieferung

Hier werden montags bis samstags die Abfälle aus dem Kreis Wesel sowieso von unseren Gewerbekunden angeliefert und in den Müllbunker gekippt. Pro Tag ca. 200 LKW-Anlieferungen, verteilt auf acht Abkippluken.

2. Zwischenlagerung im Müllbunker

Im Müllbunker werden die Abfälle dann gemischt und bis zur Verbrennung gelagert. Das Mischen ist wichtig, um den Verbrennungsprozess zu optimieren – schließlich verbrennen die Abfälle unterschiedlich gut. Bis zu 10.000 Tonnen fasst der Bunker. Dadurch ist immer genug Müll vorrätig, um den durchgängigen Betrieb beider Verbrennungslinien zu gewährleisten.

3. Verbrennung

Im Kessel landen die Abfälle auf sechs langsam rotierenden Rostwalzen, wo sie bei ca. 1.000 Grad verbrennen. Die dabei entstehenden Gase werden durch vier Rauchgaszüge weitergeleitet und haben noch eine Temperatur von ca. 850 Grad.

Schlacke Icon

Die bei der Verbrennung übrig bleibende Schlacke fällt zur Abkühlung in ein Wasserbad und wird von dort in die Schlackenaufbereitung befördert.

4. Energie-Erzeugung

Die heißen Rauchgase werden genutzt, um das durch Kesselrohre geleitete Wasser zu erhitzen. Der dabei entstehende Wasserdampf treibt eine Turbine mit Generator an, die mittels Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme erzeugt.

Strom Icon

Ein Drittel des hier erzeugten Stroms deckt den gesamten Eigenbedarf für den Asdonkshof, der Rest wird an der Strombörse verkauft.

Fernwärme Icon

Die hier entstehende Fernwärme versorgt das gesamte Netz der Stadtwärme Kamp-Lintfort.

5. Elektrofilter 1

Über ein elektrisches Feld werden die im Rauchgas enthaltenen Staubpartikel negativ aufgeladen und anschließend von den Abscheidungsplatten angezogen. Auf diese Weise können über 99 % der Flugasche ausgesondert werden.

Staub Icon

Der Staub wird anschließend in Salzbergwerken entsorgt. Die jährliche Menge beträgt hier rund 5.200 Tonnen.

6. Sprühtrockner

Hier werden die Rauchgase genutzt, um das salzhaltige Abwasser der Verbrennungsanlage zu trocknen. Dadurch ist ein komplett abwasserfreier Betrieb in der Müllverbrennung möglich.

7. Elektrofilter 2

Nun werden die bei der Sprühtrocknung verbleibenden und im Rauchgas mitgeführten Salze abgeschieden. Das Verfahren funktioniert genauso wie im ersten Elektrofilter.

Salze Icon

Das Salz wird ebenfalls in Salzbergwerken entsorgt – ca. 3.100 Tonnen jährlich.

8. Nasswäsche

Im zweistufigen Verfahren werden hier Säuren und Schwermetalle entzogen. In der ersten Stufe lösen sich dabei Chlor- und Fluorwasserstoff in der Waschflüssigkeit. In der zweiten Stufe sorgt Kalkmilch dafür, dass das Schwefeldioxid im Rauchgas zu Gips oxidiert und über eine Zentrifuge abgeschieden werden kann.

9. Kombi-Katalysator

Die erste Katalysatorstufe wandelt die Stickoxide im Rauchgas mittels Ammoniak um in Wasserstoff und Stickstoff. Die zweite Stufe nutzt das Oxidationsverfahren, um Dioxine und Furane aufzuspalten und unschädlich zu machen.

10. Aktivkoksfilter

Das Rauchgas enthält noch immer geringfügige Mengen an Schadstoffresten, die hier vom Aktivkoks aufgenommen werden.

11. Schornstein

Zuletzt wird das gefilterte Rauchgas über den 200 Meter hohen Schornstein nach außen geleitet. Dabei werden die Emissionswerte durchgängig von den Überwachungsbehörden überwacht.

Was bleibt nach der Verbrennung von Abfall noch übrig? Der Output:

Schlacke Icon

Schlacke

Prozeßdampf Icon

Prozeßdampf

Fernwärme Icon

Fernwärme

Staub Icon

Staub

Strom Icon

Strom

Salze Icon

Salze

Gips Icon

Gips

Altkoks Icon

Altkoks

Gereinigte Abluft Icon

Gereinigte Abluft

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