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Hocheffiziente Metall-Rückgewinnung aus MVA-Rostasche

Gefördertes Pilotprojekt: Neue, integrierte Schlackenaufbereitung als Ersatz der Altanlage für höhere Rückgewinnung und Flächeneffizienz

Ein wichtiger Fokus des Projektes „HoMeRaM“ am AEZ Asdonkshof  ist es, die Integration aller Teilprozesse der Entsorgung und Wertstoffrückgewinnung an einem Standort zu erreichen. Durch die Integration wird am Standort Asdonkshof nicht nur eine maximale Effizienz, sondern auch noch eine Minimierung des Flächenbedarfs erzielt. Alle erforderlichen Anlagen werden am Standort AEZ Asdonkshof installiert. Die bestehende Schlackenaufbereitungsanlage ist für die Errichtung der neuen Anlage zurückzubauen. Alle Flächen gehören zum AEZ Asdonkshof und somit der Kreis Weseler Abfallgesellschaft mbH & Co. KG.

Das AEZ Asdonkshof möchte mit dem Projekt demonstrieren, dass kommunale Unternehmen der Kreislaufwirtschaft durch die Investition in fortschrittliche Schlackenaufbereitungsanlagen einen großen Beitrag dazu leisten können, die Nutzung von Sekundärrohstoffen in Deutschland zu erhöhen und damit sowohl eine substanzielle Minderung der Treibhausgas-Emissionen als auch die Schonung von Primärressourcen erreicht werden kann.

Aus technologischer Sicht zeichnet sich das Vorhaben dadurch aus, dass durch die Prozessauslegung nach dem neuesten Stand der Technik unter Verwendung marktüblicher Komponenten eine sehr hohe Ressourcenrückgewinnungsquote erreicht wird. Das Aufbereitungskonzept sieht demnach eine Kombination von mehreren Rückgewinnungsstufen vor. Im Gegensatz zu üblichen Anlagenkonzepten wird durch zahlreiche Verbesserungen wie z. B. präzisere Klassierung, spezifischere Magnetabscheidung, Zerkleinerung von Grobfraktionen vor der weiteren Klassierung zur besseren NE-Abscheidung sowie verbesserte NE-Sortierung durch Wirbelstromscheider-Kaskade nicht nur die allgemeine Rückgewinnungsquote erhöht, sondern auch deren Reinheit im Sinne der Reduzierung der unerwünschten Bestandteile gesteigert.

Förderung

Das Projekt „HoMeRaM“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit in der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Ziel des Vorhabens:

Es sollen die in den MVA-Rostaschen („Schlacken“) gebundenen sekundären Metallanteile noch effizienter für den Recyclingprozess gesichert und die mineralischen Anteile möglichst zu hochwertigen Ersatzbaustoffen aufbereitet werden.

Titel des Projekts:

Hocheffiziente Metall-Rückgewinnung aus MVA-Rostasche (HoMeRaM)

Laufzeit:

1.April 2026 bis 31. März 2030

Förderkennzeichen:

67KSM0133

Projektvisualisierung 1
Projektvisualisierung 2
Projektvisualisierung 3
Hinweis

Hintergrund:
Mit der thermischen Verwertung von Abfällen in Müllverbrennungsanlagen ist der Rohstoffkreislauf noch nicht geschlossen. Als Verbrennungsrückstand entstehen in Deutschland etwa 6 Mio. Tonnen Schlacken im Jahr, die noch wertvolle Sekundärrohstoffe enthalten. Neben einer großen mineralischen Fraktion befinden sich darin auch wertvolle Eisen- (Fe-) und Nichteisenmetalle (NE). Gerade die feinen Metalle, die hauptsächlich als Verbunde in z.B. Verpackungen oder elektronischen Bauteilen im Abfall anfallen, werden durch die Müllverbrennung erst freigelegt und können aus den MVA-Rostaschen zurückgewonnen werden. Allein die jährlich aus deutschem Siedlungsabfall gewonnenen Metalle entsprechen im Vergleich zur klima- und umweltschädlichen Primärerzeugung dieser Rohstoffe einem Treibhausgas-Einsparpotential von etwa 1,5 Mio. Tonnen CO2.

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